Ulivenbaum oder Olivenbaum? Eine Frage der Worte, eine Frage der Wurzeln
Zusamenfassend:
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Grammatik: Beide Begriffe sind korrekt. „Olivo“ ist Standarditalienisch, während „Ulivo“ die literarische und traditionelle Form Süditaliens ist.
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Geschichte: Die Pflanze ist seit dem Neolithikum (5000 v. Chr.) in Apulien vorhanden und wurde von den Messapiern kultiviert.
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Identität: Für uns bei L'Acropoli di Puglia verkörpert „Ulivo“ die tiefen Wurzeln und die jahrhundertealte Geschichte unserer Region.
Wenn Sie durch unsere Landschaft in Martina Franca spazieren und zu diesen verdrehten Riesen hinaufblicken, fragt man sich unweigerlich: Sagt man „ulivo“ oder „olivo“?
Die akademische Antwort ist einfach: Beides ist richtig. „Olivo“ ist Standarditalienisch, die Schreibweise, die in agronomischen Abhandlungen verwendet wird. Aber hier im Süden, und besonders in unserem Apulien, hört man fast immer „Ulivo“. Das ist kein dialektaler Fehler, sondern eine Herzensangelegenheit. Der Vokal „U“ hat einen dunkleren, tieferen, hallenden Klang. Genau wie die Wurzeln dieser Bäume, die tief in den Kalkboden hinabsteigen, auf der Suche nach Wasser und Leben.
Wir bei L'Acropoli di Puglia lieben dieses Wort, denn es erinnert uns jeden Tag daran, dass wir nicht nur Ölproduzenten sind, sondern Hüter einer Geschichte, die ganz unten, in der Erde, beginnt.
Nicht nur Landwirtschaft: ein tausend Jahre alter Pakt mit den Messapiern
Der Olivenbaum (Olea europaea) ist keine Neuzeit. Seine ersten Spuren in Apulien datieren aus der Jungsteinzeit (5000 v. Chr.), als er noch wild wuchs und vom Meereswind bewegt wurde. Doch es waren die Messapier , unsere Vorfahren, die als Erste das Potenzial dieser Frucht erkannten. Sie waren es, die den wilden Olivenbaum „domestizierten“ und ihn zu einer systematischen Kulturpflanze machten.
Als die Familie Lucarella 1889 die Olivenölmühle eröffnete, führten wir einfach diese tausendjährige Tradition fort. Unsere Olivenhaine sind keine „Freiluftfabriken“, sondern lebendige Denkmäler. Jedes Mal, wenn wir einen jahrhundertealten Baum beschneiden, wissen wir, dass unsere Hände dasselbe Holz berühren, das Zeuge von Zivilisationen, Eroberungen und Wiedergeburten war.
Das „Geheimnis“ von Martina Franca: das Mikroklima des Itria-Tals
„Pugliesisches Öl“ wird oft als Sammelbegriff verwendet. Doch Apulien ist ein weitläufiges und abwechslungsreiches Gebiet. Die Akropolis liegt an einem magischen Ort: im Itria-Tal , einer Region, die die Qualität des Endprodukts dank dreier einzigartiger Faktoren entscheidend beeinflusst:
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Die Belüftung der zwei Meere: Wir werden ständig von den Strömungen des Ionischen und des Adriatischen Meeres umspült, die die Steinfrüchte gesund und trocken halten.
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Höhenlage: In einer Höhe von rund 400 Metern über dem Meeresspiegel begünstigt der Temperaturbereich die Konzentration von Polyphenolen.
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Der Karstboden: Die rote Erde und die Gesteine der Murgia verleihen der Pflanze Mineralität.
Diese spezielle Mischung schafft die perfekten Bedingungen für unsere Oliven. Das Ergebnis ist ein natives Olivenöl extra mit einem unverwechselbaren Aromaprofil.
Ein Hauch von nativem Olivenöl extra, der die Jahrhunderte umspannt
Der Olivenbaum war nie nur eine Pflanze. Im gesamten Mittelmeerraum diente er als Tauschmittel, als Licht für heilige Lampen, als Salbe für Athleten und als Gewürz für Könige.
Heute droht diese Heiligkeit im hektischen Treiben der Industrie verloren zu gehen. Doch nicht hier. In unserer Mühle arbeiten wir weiterhin im Einklang mit dem Rhythmus der Natur, respektieren die nötige Langsamkeit, um Dinge gut zu machen, und ziehen die Steinmühle der ungezügelten Geschwindigkeit vor.
Wenn Sie unser natives Olivenöl extra probieren, verfeinern Sie nicht einfach nur ein Gericht. Sie genießen die Arbeit der Messapier, die Brise zweier Meere und die Hingabe von vier Generationen der Familie Lucarella. Sie essen buchstäblich ein Stück Geschichte.
Möchten Sie diese Giganten persönlich erleben? Geschichte ist nicht nur etwas zum Lesen, sondern etwas zum Erleben. Wir freuen uns darauf, Sie in Martina Franca zu einer Führung durch unsere historische Olivenölmühle und einer Verkostung unseres nativen Olivenöls extra begrüßen zu dürfen.